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    <title>einundleipzig</title>
    <description>einundleipzig -  Leipzigs Stadtentwicklung ist das Thema&amp;#58; Einfach erklärt mit Daten und Ergebnissen aus der Stadt-Forschung. Interaktiv mit Karten und Filmen, für und vor allem mit den Menschen in Leipzig.</description>
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    <pubDate>Wed, 08 Apr 2026 09:33:45 +0000</pubDate>
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        <title>Alternativer Medienpreis</title>
        <description>Dort hat Michael Hallermayer, stellvertretender Pressesprecher der Universität Augsburg, bei der Übergabe des Preises
die Laudatio auf uns gehalten:

„Leipzig ist das neue Berlin. Kreativ, alternativ und mit Aufbruchsstimmung. Was Friedrichshain oder Neukölln droht,
beschäftigt auch die Bewohner von Leipzig. Billige, hippe Viertel ziehen Investoren an, die Mieten steigen und die die
dort wohnen, können es sich nicht mehr leisten. Medien und Politik sprechen von Gentrifizierung, Reurbanisierung und
Stadtentwicklung. In Leipzig erzählt das Onlineprojekt „Einundleipzig“ die verschiedenen Geschichten hinter diesen
großen Begriffen und begleitet aufmerksam den Wandel der Stadt. Das tuen die Studenten, die das Projekt gegründet
haben journalistisch-multimedial, analytisch-wissenschaftlich, und partizipativ-transparent.

Sie sind einerseits Beobachter und Berichterstatter, aber werden auch – ein bisschen dem Rollenverständnis
ostdeutscher Journalisten folgend – auch Anwälte derjenigen, die ihre Idee von Leben und Wohnen in Leipzig bedroht
fühlen. Die Studierenden haben mit ihrem Projekt ein klares Ziel, lassen aber alle Beteiligten zu Wort kommen. Nicht
nur Künstler, Verfechter von alternativen Wohnideen, sondern auch Immobilieninvestoren und Stadtpolitik wird Platz für
ihre Sichtweise gegeben. Die Geschichten werden in Texten, Bildern, Videos und interaktiven Infografiken erzählt und
zeitgemäß präsentiert. Neben Daten und Zusammenhängen stehen steht’s auch Menschen mit ihren persönlichen
Lebensgeschichten im Zentrum und ermöglichen einen lebhaften und greifbaren Einblick in das, was hier in Leipzig
passiert.

Das begleitende Blog, Kommentare der Leser gehören bei „einundleipzig“ ebenso zum Konzept, wie
Hintergrundinformationen zur Recherche, die Nennung von Quellen oder der Zugriff auf die verwendeten statistischen
Daten. Gerade diese Transparenz beim Entstehungsprozess der Themen, Artikel und Aktionen hebt das Projekt auch von der
Idee von Partizipation, wie große Medien sie denken, ab. Dass Sachsen sich bisher gegen ein
Informationsfreiheitsgesetz gewehrt hat, spüren die Macher bei ihrer Arbeit und versuchen ihren Beitrag zu mehr
Einblick in öffentliche Daten zu leisten. Manchmal konstruktiv im Gespräch mit der Stadt, manchmal auch plakativ wie
mit einer Aktion, die aufzeigen soll, dass der Umgang der Stadt mit offenen Daten noch immer sehr stiefmütterlich ist,
obwohl sie sich Open Data auf die Fahnen geschrieben hat.”

Wir freuen uns sehr über die Anerkennung und danken vor allem all unseren Unterstützern, die uns mit Rat und
Tat zur Seite stehen.
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        <pubDate>Tue, 26 May 2015 00:00:00 +0000</pubDate>
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        <title>Vortrag beim „Forum Bürgerstadt Leipzig“</title>
        <description>Dort stellte Wolfgang den 18 Teilnehmern der Veranstaltung noch einmal die grundlegenden Gedanken zur Gründung unserer
Website dar und ging auf die grundlegende Problematik von Gentrifizierung anhand von ausgewählten Beispielen im
Leipziger Westen ein.

Den Verlauf der Veranstaltung kann man auch noch im
Protokoll und unseren
Vortrags-Folien nachvollziehen:
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        <pubDate>Tue, 12 May 2015 00:00:00 +0000</pubDate>
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        <category>einundleipzig</category>
        
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        <title>Social Media Week Hamburg 2015</title>
        <description>Ab Minute 27 könnt ihr nochmal nachsehen, was wir erzählt haben:


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        <pubDate>Sat, 28 Feb 2015 00:00:00 +0000</pubDate>
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        <title>„Der symbolische Ausverkauf der Stadt”</title>
        <description>Eine halbe Stunde nachdem wir unsere E-Mails an die Stadtpolitiker abgesetzt hatten, machte es Bling: eine neue
Nachricht. Skadi Jennicke von der Partei Die Linke schickte prompt ihre Antwort. Sie findet einundleipzig an sich
unterstützenswert, schrieb sie. Ihr Urteil zu unserer
Freikauf-Aktion aber fiel so gar nicht positiv aus. Als
Begründung schrieb sie uns später Folgendes:

(Ich halte es) „für eine problematische Herangehensweise. Ihr Projekt – wie ich es verstehe – will öffentliche
Steuerung des Mietmarkts, um jene zu schützen, die die steigenden Preise nicht, nicht mehr oder nur noch unter großen
Anstrengungen bezahlen können. Mit Ihrer Idee bieten Sie symbolisch den Ausverkauf unserer Stadt an, überlassen den
Kauf der Stadtteile dem freien Markt. Wer viel Geld hat, kann theoretisch die ganze Stadtkarte kaufen. Wollen Sie das
wirklich? Im besten Fall repräsentieren die Stadträte die Stadtgesellschaft, unter ihnen sind also auch Einkommensarme,
Geringverdiener, Hartz-IV-Empfänger, Selbständige etc. Und nachvollziehbarer Weise wirkt sich die soziale Sensibilität
gegenüber solchen Lebensläufen auf die politische Positionierung gegenüber Ideen wie öffentliche Mietmarktsteuerung
aus. Wer kaum Leute kennt, die verdrängt werden, die ihre Miete nicht mehr zahlen können etc. wird sich kaum für
derartige Ideen erwärmen können.”

Wir danken Frau Jennicke für diesen Einwand. Offenbar sollten wir ein paar Dinge klarstellen und Missverständnisse
beseitigen. Hier unsere Erwiderung an Frau Jennicke:

Zunächst einmal sollten wir deutlich machen, dass wir mit unserem Projekt nicht für die “öffentliche Steuerung des
Mietmarktes” oder für andere politische Forderungen eintreten. Wir verstehen uns als wissenschaftsjournalistisches
Projekt, dass aus möglichst vielen Perspektiven momentane Entwicklungen in Leipzig darstellen möchte und dabei
verschiedene Akteure zu Wort kommen lässt. Uns ist klar, dass wir nicht vollkommen objektiv in unserer
Berichterstattung sein können, versuchen diesem Ideal aber dennoch nahe zu kommen.

Mit der Aktion wollen wir zum einen eine Finanzspritze für unser Projekt. Sie können den “Ausverkauf der Stadt” ebenso
als Crowdfunding unserer Plattform verstehen oder als Spenden-Sammelaktion. Aber erst durch die ironische Anspielung
und die Visualsierung unserer Unterstützer, glauben wir, Aufmerksamkeit für unsere Ziele schaffen zu können. Insofern
ist der “symbolische Ausverkauf der Stadt” absolut gewollt. Dass nicht jeder Stadtpolitiker privat die gleichen
finanziellen Mittel dazu hat, leuchtet uns ein. Aber wir freuen uns auch über andere Formen der Unterstützung: Sei es
der offensive Einsatz der Stadtpolitiker für offene Daten oder eine moralische Unterstützung für uns persönlich. Auch
praktische Dinge sind immer willkommen: Wenn uns zum Beispiel jemand Werbemittel wie Sticker oder Postkarten zum
Super-Sonderpreis oder einen Raum für eine kleine Re-Launch-Party zur Verfügung stellen könnte. Damit könnten Sie uns
helfen, möglichst viele Leipziger auf einundleipzig aufmerksam zu machen.

Zweitens wollen wir mit der Freikauf-Aktion darauf aufmerksam machen, dass der Umgang der Stadt mit offenen Daten noch
immer sehr stiefmütterlich ist. Und das, obwohl sie sich Open Data auf die Fahnen geschrieben hat. Deshalb sprechen wir
vor allem die Stadträte an. Wir möchten, dass sie sich für offene Daten einsetzen, damit Projekte wie unseres, aber
auch die Bürger in Zukunft einen barrierefreien Zugang haben zu den Informationen um die Stadt: Wir verstehen darunter
nicht nur Datensätze etwa zur Binnenwanderung, sondern auch Verträge der Stadt etwa bei Bauprojekten. Dass das geht,
zeigt nun die Transparenz-Offensive in Hamburg. Ihren Einwand, dass
Unternehmen sich dies zunutze machen und die Stadt ein wichtiges Instrumentarium zur öffentlichen Steuerung aus der
Hand geben würde, wollten wir hierbei nicht unter den Tisch fallen lassen:

„Dass die städtische Verwaltung Daten, die sie mit Hilfe öffentlicher Gelder erhoben hat, nicht jedem kostenfrei zur
Verfügung stellt, ist vom Ansatz her richtig. Täte sie das nämlich, könnte auch jeder Investor und Vermieter den
Anspruch auf freie Verfügung haben, was ihren Wert als Grundlage öffentlicher Steuerung mindern würde.”

Soweit uns das bekannt ist, kann jeder Investor Daten der Stadt kaufen. Wenn dieser wirklich Interesse hat an solchen
Daten, sollten mehrere hundert Euro, wie sie die Stadt anfangs auch von uns hätte verlangen müssen, kein Problem sein.
Und die Bürger hätten dann noch immer keinen Zugang zu allen Daten (einige sind ja bereits online, das stimmt. Viele
aber noch nicht). Wissensvorsprung ist nach unserem Verständnis ein Machtinstrument. Gehen wir einen logischen Schritt
weiter, würden also im Zuge einer Transparenz-Offensive nicht nur sozialgeographische Daten der Stadt veröffentlicht,
sondern auch Verträge der Stadt mit Unternehmen, dürfte der Einspruch aus der Wirtschaftsecke wieder sehr groß sein:
Vertragsabsprachen und Preise würden offen liegen. Ein gefundenes Fressen für die Konkurrenz, würden die Unternehmer
behaupten. Und die Stadt müsste Rechenschaft ablegen, warum sie an wen welchen Auftrag vergibt – und zu welchen
Konditionen. Wir würden eine solche Entwicklung begrüßen.

Am Ende hat uns Frau Jennicke noch einen Tipp gegeben, wie wir finanzielle Unterstützung für unser Projekt erhalten
könnten:

„Sind Sie als Verein organisiert, können Sie Fördermittel beantragen. Sich um Spenden zu bemühen, ist eine weitere
Möglichkeit. Meine Fraktion würde Ihre Arbeit gern mit einer Spende aus den Aufwandsentschädigungen der Stadträte
unterstützen. Und: Fragen Sie doch mal bei den großen Investoren! Wenn sie reflektieren, woher ihr Reichtum stammt,
wären sie möglicherweise bereit, davon etwas zurückzugeben.”

Über eine Spende aus den Aufwandsentschädigungen würden wir uns sehr freuen. Aber wie gesagt, auch andere Dinge helfen
uns schon weiter. Auch die kritische Diskussion um unser Projekt begrüßen wir. Außerdem fänden wir es toll, wenn noch
andere Fraktionen (aus allen politischen Lagern) sich dazu entschließen, unser Projekt zu unterstützen. Wir haben
bewusst vorrangig die Stadtpolitiker angesprochen – und keine Investoren – da sie die Repräsentanten der Bürger sind
und politisch am meisten bewirken können, was Open Data angeht. Einundleipzig soll eine Art städtisches „Gemeingut”
werden, beruhend auf offenen Daten.






Großzschocher: OpenDataCity


Zentrum-Nordwest: Jörg Weise (SPD)


Lausen-Grünau: Ilse Lauter (DIE LINKE)



Reudnitz-Thonberg: Dunkel. Dreckig.
Reudnitz. und Kajüten-Quiz



Grünau-Mitte, Grünau-Ost und Schönau: Sören Pellmann (DIE LINKE)


Schleußig: Assiviertel


Plagwitz: Hartmut Thomas
(PIRATEN)


Zentrum-Ost: Werner
Willeke (PIRATEN)


Altlindenau: Wohnungsgesellschaft mbH
Central LS W33


Anger-Crottendorf: Stephan Stach (Grüne)


Zentrum, Zentrum-Südost, Zentrum-Süd, Zentrum-West, Zentrum-Nord, Südvorstadt, Connewitz, Gohlis-Süd:
Ute Elisabeth Gabelmann
(PIRATEN)


Volkmarksdorf: Helden wider Willen e.V.


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        <pubDate>Mon, 27 Oct 2014 00:00:00 +0000</pubDate>
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        <title>An die Leipziger Stadtpolitiker&amp;#58; Kaufen Sie einen Ortsteil frei!</title>
        <description>Obwohl wir seit April mit der Stadt Leipzig in Kontakt stehen und diese unser Projekt auch sehr begrüßt, gestaltet sich
die Datenbeschaffung problematisch. So wollen wir etwa die Binnenwanderung der Leipziger in einer Karte
veranschaulichen. Daraus könnte sich zum Beispiel ergeben, wohin die Bürger ziehen, wenn ihre Wohnung zu klein oder zu
teuer wird. Kostenpunkt für die Daten: mehrere hundert Euro. Mittlerweile stehen wir in Verhandlungen mit der Stadt
über einen Kooperationsvertrag – ein bürokratischer Akt, der sich in die Länge gezogen und uns viel Zeit gekostet hat.
Wir finden aber, so kompliziert muss es doch eigentlich nicht sein, wenn man aus Steuergeldern finanzierte
Datenerhebungen der Stadt abfragt. Oder? Schließlich verfolgen wir keine kommerziellen Interessen, sondern wollen ein
Informationsangebot für alle Leipziger schaffen.

Deshalb haben wir eine E-Mail an Leipziger Stadtpolitiker geschickt und sie um ihre Unterstützung gebeten. Für 50 Euro
können sie einen Ortsteil, zum Beispiel aus ihrem Wahlkreis, “freikaufen”. Im Gegenzug nennen wir den jeweiligen
Politiker auf unserer Website und färben das Viertel, das er erworben hat, in der Farbe der Partei. Wenn jemand mehrere
Ortsteile kaufen möchte, erhält derjenige zusätzlich einen Einblick auf die Website, bevor sie online geht.

Wir jedenfalls sind gespannt, wie das auf der Karte aussehen wird – und welche Farbe wohl überwiegt?

Mit dieser Aktion wollen wir nicht nur eine finanzielle Spritze für unser Projekt. Etwa, um in Zukunft einfacher Daten
(Telefonbuch-CDs etc.) kaufen oder Ausgaben für Technik und Werbeaktionen tätigen zu können. Wir wollen aber vor allem
auch das Thema „Offene Daten“ auf die Agenda bringen. Mit dem Stadtratsbeschluss vom Juni 2014 hat die Stadt
Leipzig schon gezeigt, dass es in diese Richtung gehen soll. einundleipzig könnte eines der ersten Projekte sein,
das davon profitiert.

Wir möchten, nachdem aus unseren Re-Launch im Spätsommer nichts wurde, so bald wie möglich die neue Website
präsentieren. Bis dahin sollen aber am besten alle Ortsteile freigekauft sein. Bislang fühlt es sich ja noch etwas
sommerlich an – und wir hoffen, dass die Temperaturen so bleiben…

Wir halten Euch hier auf dem Laufenden, welche Fraktion sich am meisten engagiert!

An die Stadtpolitiker: Senden Sie uns eine Mail und teilen Sie uns mit, welchen Ortsteil Sie kaufen möchten.
Überweisung ist auch per PayPal möglich. Siehe unten.


 
  


Derzeitiger Stand:






Großzschocher: OpenDataCity


Zentrum-Nordwest: Jörg Weise (SPD)


Lausen-Grünau: Ilse Lauter (DIE LINKE)


Reudnitz-Thonberg: Dunkel. Dreckig. Reudnitz. und Kajüten-Quiz


Grünau-Mitte, Grünau-Ost und Schönau: Sören Pellmann (DIE LINKE)


Schleußig: Assiviertel


Plagwitz: Hartmut Thomas (PIRATEN)


Zentrum-Ost: Werner Willeke (PIRATEN)


Altlindenau: Wohnungsgesellschaft mbH Central LS W33


Anger-Crottendorf: Stephan Stach (Grüne)


Zentrum, Zentrum-Südost, Zentrum-Süd, Zentrum-West, Zentrum-Nord, Südvorstadt, Connewitz, Gohlis-Süd: Ute Elisabeth Gabelmann (PIRATEN)


Volkmarksdorf: Helden wider Willen e.V.


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        <pubDate>Sun, 19 Oct 2014 00:00:00 +0000</pubDate>
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        <title>Revival der Platte?</title>
        <description>„Schlammhausen” wurde Grünau von den Leipzigern genannt. Dort, wo zu DDR Zeiten eine der größten Wohnraumsiedlungen
Deutschlands entstand, spielten die Kinder in den Pfützen zwischen den Großbaustellen. Doch der Reiz, den eine
Neubauwohnung mit Badezimmer und ohne Kohleofen ausübte, war größer. Tausende Familien bewarben sich um ein neues
Zuhause in einem der sieben Wohnkomplexe.

Nach 1990 dann der Umschwung. Viele Bewohner zog es weg aus Grünau, fort aus Leipzig. Andere kehrten zurück in die
Innenstadt, wo nun die Altbauwohnungen saniert und bewohnbar waren. Die Grünauer Bevölkerung schrumpfte bis 2010 um
mehr als die Hälfte. Der Leerstand hatte Rückbau und Abrisse zur Folge.

Jetzt, wo günstige Wohnungen in der Stadt wieder knapp werden, erfährt die Platte ein Revival – trotz des negativen
Rufs. Nicht nur Rentner und Transferleistungsempfänger ziehen nach Grünau, sondern auch junge Familien. Ehemalige
Bewohner kehren zurück in die Wohnkomplexe. Und nicht nur die Mieten locken. Wir haben mit Grünauern gesprochen: Sie
schätzen die kurzen Wege, die geringe Verkehsbelastung, die Ruhe und vor allem das viele Grün.

Bist oder warst Du auch Grünauer? Wie lebt es sich in der Platte? Erzähl uns von Deinen Erfahrungen! Schreib uns einen
Kommentar oder bei Facebook und Twitter.
Zeig uns Dein Grünau.
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        <pubDate>Wed, 20 Aug 2014 00:00:00 +0000</pubDate>
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        <title>Hipster Platte Ausverkauf</title>
        <description>Der erste Tipp für die Street Art-Tour kam aus unserem Bekanntenkreis: Die Sachsenbrücke, eine ausgewiesene
„Hipster Zone”. Die besagte
„Hipster Zonen”-Plakette
von „Rude” haben wir zwar nicht mehr entdeckt. Dafür aber einen Holzausschnitt von „Paul Klein”: Ein Mann, der auch ein
bisschen hipsterig aussieht (finden wir) und mit seinem Koffer gerade auf der Sachsenbrücke abhängt. Ob der wohl neu in
Leipzig ist? (Im Übrigen haben wir noch nach diesem
Zugegzogenen
im Johannapark gesucht – leider ohne Erfolg. Gibt es sachdienliche Hinweise? Oder haben wir den Achtbeiner übersehen?)


Künstler: Paul Klein, Sachsenbrücke, Clara-Zetkin-Park

Nächste Station: Die Käthe-Kollwitz-Straße. Auf einem der Brückenpfeiler war das
Paste-Up mit der Aufschrfift „SOLD” vom Künstler „GAB”. Leider „WAR” – denn
zwei Tage später haben wir keine Spur mehr davon entdecken können.


Künstler: GAB, Zentrum-West

Auf dem Weg zu einem anderen Paste-Up von GAB sind wir noch auf diese beiden Häuser hier gestoßen:


Künstler: Bender, Karl-Heine-Straße, Plagwitz


Karl-Heine-Kanal, Plagwitz

Und nun, Trommelwirbel und ein HipHipHurra für den Höhepunkt unserer Tour durch Leipzigs Westen: das Paste-Up von
„GAB”, zu finden auf einem Brückenpfeiler am Karl-Heine-Kanal, Höhe Philippuskirche/Aurelienstraße. Die drei Personen
schauen betreten in eine Einkaufstüte voller Häuser. Dort, wo das Paste-Up schon abgeblättert ist, stand vorher „SOLD”
– alles schon verkauft. Danke für den Tipp an unseren Twitter-Follower Markus Zapke!


Künstler: GAB, Karl-Heine-Kanal, Plagwitz

Auf dem Weg zurück sind wir noch über das hier in der Merseburger Straße gestolpert:


Merseburger Straße, Plagwitz

Und hier noch zwei Bilder, ebenfalls aus Plagwitz, die uns einundleipzig-Leser zugesendet haben. Danke an Ronny
Seidel (siehe Bild unten) und Graeme Beyeler
(klick hier!).
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        <pubDate>Thu, 31 Jul 2014 00:00:00 +0000</pubDate>
        <link>https://www.einundleipzig.de/blog/hipster-platte-ausverkauf/</link>
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        <title>Gründerzeithäuser, Vorgärten und Aufbruchstimmung</title>
        <description>Östlich vom Torgauer Platz, angrenzend an die Eisenbahnstraße liegt das Bülowviertel. Die unterschiedliche Architektur
der Gründerzeitbauten und die kleinen, teilweise liebevoll gestalteten Vorgärten machen hier den besondern Charme aus.
In den rund 80 Häusern des Viertels leben aktuell viele junge Paare, Familien und auch Studenten. Bis vor einigen
Jahren war das Bülowviertel allerdings noch wenig belebt. Der negative Ruf des Leipziger Ostens und auch der
Eisenbahnstraße hatte  abgefärbt. Viele Häuser standen leer und verfielen.

Seit 2009 setzt sich der Verein Bülowviertel e.V. für eine gezielte Aufwertung
ein. Neue Eigentümer konnten gefunden werden, die auch langfristig ein Interesse an dem Viertel haben. Gemeinsam
engagieren sich Bewohner und Eigentümer für ihren Traum von einem freundlichen, gemütlichen Wohnquartier. Sie gestalten
die öffentlichen Grünanlagen, schaffen Spielflächen und organisieren kulturelle Events – wie zum Beispiel das
Bülowstraßenmussikfestival.

Wir schauen uns weiterhin im Bülowviertel um und werden auf unserer neuen Homepage Ende September berichten. Kennst Du
das Bülowviertel? Weißt Du von ähnlichen Projekten, die ein Leipziger Viertel in Eigeninitiative aufwerten? Schreib uns
einen Kommentar oder auf Facebook und
Twitter!
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        <pubDate>Sun, 27 Jul 2014 00:00:00 +0000</pubDate>
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        <title>Leipzig, was wird morgen sein?</title>
        <description>
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        <pubDate>Fri, 18 Jul 2014 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <item>
        <title>Euer Input</title>
        <description>Verklärter Blick

Vor eineinhalb Jahren bin ich nach Leipzig gekommen. Ganz, ganz kurz bevor alle kamen. Aber auch ich bin eine von
allen. „Leipzig, wieso denn das?” Ich habe aufgehört die Vorzüge Leipzigs Bekannten und Freunden von außerhalb
aufzuzählen. Wozu auch? Meinem Onkel zu erklären, dass das „Waldviertel” Waldstraßenviertel heißt und in meinen Augen
nicht das Schönste der Stadt ist – vergebene Mühe. Dass Brachflächen und Abbruchhäuser Freiheiten bieten, dass Kultur
nichts ist, was nur andere machen, erlebt man in Leipzig. Aber wie soll man denn jemandem beschreiben, wie Bärlauch
duftet, vermischt mit Stadtluft und feuchter Walderde? Es ist ein Gefühl.

Ich komme aus Köln, das ist auch „e Jeföhl”. Bevor ich nach Leipzig gekommen bin, habe ich in Würzburg studiert.
Würzburger Stadtslogan: „Provinz mit Weltniveau”. Meine drei Wörter für Unterfrankens Hauptstadt: gradlinig,
konservativ, naja okay, der Sommer am Main ist toll, also Wort Nummer drei: friedlich. Für Leipzig habe ich keine drei
Worte, auch nicht hundert, sondern keine.

Dennoch versuche ich mal in Worte zu fassen, was mich fasziniert: Stadt und Verwaltung nehmen sich zurück. Die Polizei
tritt selten auf (obwohl es häufiger wird) – man fühlt sich frei. Es läuft ein bisschen wie im Internet:
selbstverwaltet. Wird schon irgendwie. Wurde immer. Wer eingreift, stört das Gleichgewicht. Es stimmt, es kommen immer
mehr Menschen, aber auch nicht alle. Es kommen noch immer diejenigen, die Lust haben auf Mitmachen und nicht nur auf
Galeriebesuche, Kunstkäufe und Immobilieninvestitionen. Wenn das Gleichgewicht kippt, dann kippt’s.

Wir, das sind die Kinder von Eltern, die nicht wenig gearbeitet haben. Luxus. Wir haben jetzt die Freiheiten zu
studieren bis wir 30 sind. Wir sind überall zu Hause und nirgends. Wir, die mit dem Internet vernetzt leben und wir,
die wir für Entfernungen ein ganz anderes Verständnis haben, als noch unsere Eltern. Das ist unsere (glückliche)
Situation. In Leipzig haben wir ein Zuhause gefunden, das so ist wie wir: Vielseitig, wandelbar, flexibel (also doch
drei Wörter.) Und konträr zum unfassbaren Internet bietet uns die Stadt einen überschaubaren Raum, in dem wir uns
bewegen und begegnen und verwirklichen können.

Beobachten wir, was passiert. Lasst uns weiter aufmerksam sein, mitgestalten, mitmischen. Wie eine sanft waltende Frau
Mamá. Ich freue mich des Lebens und dass ich gerade zu dieser Zeit hier in Leipzig leben kann. Verwandten und
außerhalb Leipzigs wohnenden Personen sage ich: „Danke, joa, Leipzig ist schön. Geht mir ganz gut da.” Wir wissen ja
wie Bärlauch nach dem ersten Frühjahrsregen riecht.

Hast auch Du diesen „verklärten Blick” auf Leipzig? Geht es Dir anders, wenn Du Freunden und Bekannten von Leipzig
berichtest? Möchtest auch Du mitteilen, was Dich an Leipzig begeistert oder auch besonders stört? Dann schreib uns! Wir
geben Dir eine Plattform.
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        <pubDate>Mon, 12 May 2014 00:00:00 +0000</pubDate>
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